Garda

Region Venetien | Provinz Verona | Partnerstadt Beilngries
Einwohner 4 003 | Vorwahl 045 | GPS 45°35‘N 10°42‘E

Zur Gemeinde gehören: Castei, Giare, Punta San Vigilio, Scaveaghe

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten
Palazzo Carlotti, Palazzo Fregoso, Villa Albertini, Chiesa di Santa Maria Maggiore, Parrocchiale dell‘Assunta (Pfarrkirche)

Öffentliche Einrichtungen
I.A.T. Ufficio Turistico Garda (Uffici turistici) Piazza Donatori di Sangue, 1. 37016 Garda. T +39 045 6270384. Öffnungszeiten: Mo bis So 10-13 und 14-18 Uhr; So 10-16 Uhr; in der Hauptsaison etwas länger. In der Nähe des großen Besucherparkplatzes. Municipio (Rathaus) Das Rathaus liegt direkt vorne am See. Lungo Lago Regina Adelaide, 12. 37016 Garda. T +39 045 725 6566. www.comunedigarda.it.
Den besten Überblick über den Ort hat man von den Überresten einer alten Burganlage auf dem ca. 250 m hohen Tafelberg südlich des Ortes. Der Blick reicht von Bardolino über die schöne Bucht von Garda und den Ort selbst bis zur Punta San Vigilio, dem angeblich schönsten Ort des Gardasees. Vorbei an der Kirche folgt man zunächst der Via San Bernardo und schwenkt später in die Via Alpini ab, die nach ca. einer halben Stunde endet. Weniger trainierte Wanderer fahren schon einmal mit dem Auto hoch, die Parkfläche ist allerdings nicht sehr groß. Über Bergpfade geht es bis zur Rocca Vecchia mit grandiosem Blick. Nicht mehr weit ist es von hier zur Klosteranlage Eremo di San Giorgio, die von der anderen Seite mit dem Auto erreicht werden kann. Über Nebensträßchen geht es weiter bis Bardolino und am Seeufer zurück nach Garda. Beliebt ist der zentrale Ortskern mit historischer Altstadt, Hafengelände und schöner Promenade bei Urlaubern und Tagesbesuchern. Geradezu legendär ist der im Sommer fast allabendliche Sonnenuntergang. Garda bietet seinen Besuchern aber auch zahlreiche interessante Ausflugsmöglichkeiten in die nähere Umgebung.

Blickfang im Zentrum sind die venezianischen, teilweise im gotischen Stil erbauten Paläste mit interessanten Details wie Arkadengängen, Freitreppen, künstlerischen Spitzbogenfenstern und meist opulentem Blumenschmuck. Nennenswert sind der Palazzo dei Capitani, der Palazzo Losa und der Palazzo Fregoso mit schöner Freitreppe. Ersterer – im 14./15. Jahrhundert erbaut – steht mitten im Getümmel hinter einem hübschen Café und diente einst ‚dem Capitano‘ als Amtssitz. Dieser von Venedig eingesetzte Beamte sorgte für Ordnung im Handel der näheren Umgebung. Und war unter anderem dafür zuständig, den örtlichen Schmuggel einzudämmen. Beachtenswert ist die schnörkellose, dominante und hell gestrichene Fassade mit typisch versetzten Fenstern. Rechterhand der Promenade folgend, taucht bald der Palazzo Losa mit völlig gegensätzlicher Architektur auf: das ehemalige Zollhaus, auch Palazzo Carlotti genannt, zeigt sich herrschaftlich und offen, die beeindruckende Loggia thront auch hier über der ausgeprägten Gastronomie am Platz. Die Pfarrkirche Santa Maria Maggiore (16. Jahrhundert) befindet sich leider an der Hauptdurchgangsstraße quasi am Fuß des ‚Rocca‘. Sehenswert sind die barocke Fassade und der reich geschmückte Innenraum der Kirche, historisch interessant der Kreuzgang sowie einige wenige Inschriften und Grabzugaben aus z.B. karolingischer Zeit. Die sehr beeindruckende Villa Albertini mit ihrem großen Park liegt unmittelbar hinter dem nördlichen Ortsende, kann aber nur von außen bewundert werden. Schade!

Einige Kilometer weiter folgt der für viele vollkommenste Ort am Gardasee, die Punta San Vigilio. Die nach Sirmione zweitgrößte Landzunge ist im Sommer eines der beliebtesten Ausflugsziele des südlichen Sees und ein wirkliches kleines Paradies. An der Spitze befindet sich der im 16. Jahrhundert von Agostino di Brenzone errichtete Gebäudekomplex aus Kapelle, Gasthaus, Limoniaia, Villa und Garten. Die Locanda San Vigilio, ehemals Gästehaus der Villa Brenzone, ist eine gehobene Unterkunft, in der sich schon viele Prominente (Otto Hahn, Winston Churchill, Laurence Olivier, Prinz Charles, …) aufhielten. Im benachbarten kleinen Hafen finden sich stets Vertreter der legendären italienischen Bootsbaukunst Carlo Rivas aus Sarnico am Iseosee. Zum ganzen Komplex gehört noch der ‚Parco Baia delle Sirene‘, ein Strandbad mit regem Zulauf im Sommer. Parkplätze stehen ausreichend zur Verfügung.