Limone sul Garda

Region Lombardei | Provinz Brescia | Einwohner 1 170
Vorwahl 0365 | GPS 45°49‘N 10°47‘E

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten
Palazzo Gerardi, Chiesa parrocchiale di San Benedetto, Chiesetta di San Pietro, Chiesa di San Rocco, Limonaia die Limone.

Öffentliche Einrichtungen
Touristen-Information Consorzio Turistico Limonese Via IV Novembre, 29/L. 25010 Limone sul Garda. T +39 0365 953185. www.infotremeosine.it. Comune di Limone sul Garda Via IV Novembre, 25. 25010 Limone sul Garda (BS). T +39 036 5954008. www.visitlimonesulgarda.com.

Nach Limone fährt man mit dem Schiff! Das war bis um das Jahr 1920 so, und das sollte auch heute so sein. Denn vom Schiff aus erkennt man ganz besonders die Charakteristik des Ortes mit den Gewächshäusern, den beiden Kirchen San Benedetto und San Rocco, den abwechselnd gefärbten Häuser und – für manche überraschend – den vielen neuen Hotelbauten, die sich immer weiter den Berg hinauf zwängen. Nicht selten schlagen Besucher, die zuletzt vor 30 Jahren zu Gast waren, die Hände über dem Kopf zusammen … Doch die Zeit bleibt nicht stehen. Die Nachfrage nach Betten nimmt stetig zu, sodass auch im südlichen, flacheren Ortsteil weiterhin Übernachtungsplätze geschaffen werden. Auch die südliche Promenade hat sich verändert: alles ist heute befestigt, Parkplätze und ein Parkhaus für PKW und mindestens ein Dutzend Busse ist bereit für den Ansturm im Juli und August. Jenseits des Flüsschens wird es ruhiger, die Strände sind schmaler und der Urlaub gelingt etwas entspannter.

Vom Schiffsanleger aus gibt es zahlreiche Möglichkeiten Limone kennenzulernen. In der Regel aber geht es nach links entlang der Hauptgasse, vorbei an den kleinen Geschäften der Hausbesitzer, die mehr oder weniger überflüssige Waren präsentieren. Neben Schmuck, Lederwaren, Mode und Mitbringsel steht natürlich die Zitrone im Vordergrund. Dabei ist die Art und Weise, wie hier verkauft und angeboten wird, irgendwie angemessen, nicht aufdringlich, dafür umso erfolgreicher. Und die Preise? Auch nicht extrem überzogen! Vielerorts wird beim Essen sogar auf das lästige ‚Coperto‘ (Gebühr für das Gedeck) verzichtet. Bravo!

Hat man den inneren Bereich Limones hinter sich gelassen, hat man Zeit, tiefer in die Geschichte des Ortes einzutauchen. Sie war – wie fast überall am See – geprägt vom Fischfang und der Landwirtschaft. Dass Limone erst am Anfang des 20. Jahrhunderts an das Straßennetz angeschlossen wurde, tat dem Erfolg keinen Abbruch, die Nähe zu Riva, Arco und Malcesine war stets ein Standortvorteil, Seeleute waren die Limoneser sowieso. Zusätzlich schuf sich Limone ein weiteres, äußerst einträgliches zweites Standbein: den Anbau von Zitrusfrüchten. Die klimatischen Bedingungen des Ortes – geschützt zwischen zwei massiven Bergen – ermöglichten das Reifen von Früchten, die normalerweise einen wesentlich milderen Herbst und Winter bedürfen: Zitronen.