Gargnano

Region Lombardei | Provinz Brescia | Einwohner 2 999
Vorwahl 0365 | GPS 45°41‘N 10°40‘E

Zur Gemeinde gehören: Bogliaco, Muslone, Navazzo, Villa, Villavetro

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten
Villa Feltrinelli (früher Villa del Duce), Palazzo Bettoni (in Bogliaco), Chiesa di San Francesco, Chiesa Parrocchiale di San Pier d‘Agrino (Pfarrkirche Bogliaco), Chiesa di San Tommaso Apostolo (Villa), Chiesetta di San Giacomo (Liano), Chiesa Parrocchiale di San Martino (Pfarrkirche Gargnano)

Öffentliche Einrichtungen
Comune di Gargnano Provincia di Brescia – Rathaus (Municipio) Via Roma, 47. 25084 Gargnano. T +39 0365 7988. www.comune.gargnano.bs.it. Assoziazione Turistica Gargnano Piazzale Boldini, 2. 25084 Gargnano. T +39 0365 791243. www.gargnanosulgarda.it

Die nächste Ortschaft am See ist Gargnano, ein hübscher kleiner Ort mit einer putzigen Seepromenade und vielen netten Cafés und Restaurants. Zufahrt zum Ort gibt es nur am nördlichen und südlichen Ortsende, die meisten Parkplätze liegen im Norden, oberhalb eines schönen, mit zahlreichen Olivenbäumen versehenen Ufer- und Strandbereichs. Hier gibt es eine Bar mit toller Aussicht, eine Pizzeria direkt am See und einen kleines Badestrand. Gleich dahinter folgen die ersten Feriendomizile, bei denen für jeden Geldbeutel etwas dabei ist. Oberhalb erscheinen die stolze Pfarre San Martino, ein Kirchenbau direkt an der Straße, und ein größerer Parkplatz, den man von der Ortsmitte am See über eine schmale Straße erreicht. Nicht weit entfernt ist der Palazzo Fetrinelli, der allerdings nicht zugänglich ist. Es ist das auffälligste Gebäude und wird für gelegentliche Veranstaltungen genutzt.

Rechts hinunter zum See nimmt die Promenade ihren Lauf. Restaurationsbetriebe laden zur Pause ein. Hier lässt sich gut die Ruhe im wenig überlaufenen Ort genießen. Eine willkommene Abwechslung ist das stündlich anlegende Linienschiff, wobei sich die Zahl der Aussteiger allerdings in Grenzen hält und schnell wieder Ruhe einkehrt. Rund um das Hafenbecken liegt das eigentliche Zentrum des Ortes, wo sich vor allem in lauen Sommernächten Einheimische wie Touristen zu einem gepflegten Glas Wein direkt am See treffen. Vor Jahren wurde bereits ein Steg entlang der vordersten Häuserzeile angelegt, um weiteren Lokalen Platz für Sitzgelegenheiten zu schaffen.

Auch geschichtlich bietet der Ort Grund zum Verweilen. Lassen Sie sich unbedingt die Kanonenkugeln zeigen, die angeblich in einigen Fassaden des Ortes stecken sollen. Die Herkunft des alten Eisens ist die Donau-Monarchie, die von Riva kommend immer wieder ihre Besitzansprüche deutlich machte, aber niemals von Erfolg gekrönt wurde. Auch Mussolini wählte – gut geschützt in der Villa Fetrinelli – Gargnano während der Zeit der Salòer-Tage als Wohnsitz. Freilich ist nichts zu besichtigen und so bleibt die Geschichte blass und unvollkommen.