Desenzano del Garda

Region Lombardei | Provinz Brescia | Partnerstadt Amberg
Einwohner 27 000 | Vorwahl 030 | GPS 45°28‘N 10°32‘E

Zur Gemeinde gehören: Rivoltella del Garda, San Martino della Battaglia

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten
Museo Archeologico ‚Giovanni Rambotti‘, Antiquarium della Villa Romana, Museo della Battaglia di San Martino, Palazzo del Provveditore veneto (1585), Duomo di Santa Maria Maddalena

Öffentliche Einrichtungen
Informazioni Turistiche – IAT – Provincia di Brescia Via Porto Vecchio, 34. 25015 Desenzano del Garda. T +39 030 374 8726. Gut sortiertes Büro; mehrsprachig. Am alten Hafen in der Ortsmitte. Mo-Fr 10-12.30 und 14-18 Uhr; Sa bis 19 Uhr; im Sommer von 10-20 Uhr. Comune di Desenzano – Rathaus (Municipio) Via Annunciata, 37. 25015 Desenzano del Garda. T +39 030 9120737. www.comune.desenzano.brescia.it.

Nur wenige wählen Desenzano als Urlaubsort. Das liegt an den fehlenden Stränden, Campingplätzen und attraktiven Hotels. Interessant an Desenzano ist seine Größe! Für eine Einkaufstour im alten Stadtkern oder in den zahlreichen Supermärkten in der Peripherie ist der Ort die richtige Wahl. Zum Glück wird der massive Autoverkehr inzwischen um die Altstadt herumgeführt, das Flanieren vorne am See macht jetzt richtig Spaß. Die Einkaufsmeile eine Häuserlinie dahinter und die zahlreichen Nebengassen mit interessanten Geschäften sind ein Besuch wert und man wird immer fündig, egal, was man sucht. Zu empfehlen ist auch der großzügige Wochenmarkt am Dienstag. Autos findet man hier zum Glück nicht, weite Teile der Altstadt sind als Fußgängerzone ausgewiesen. Darüber hinaus locken nicht wenige Sehenswürdigkeiten wie die Römische Villa, die Chiesa Santa Maria Maddalena und das Castello mit der schönen Aussicht, von den drei Museen ganz zu schweigen. Ein Abstecher von Salò oder Sirmione lohnt sich also in jedem Fall.

Sehenswerter Mittelpunkt des Ortes ist der ‚alte Hafen‘ (Porto vecchio) mit seinem schönen Hafenbecken. Hier finden sich auch einige Lokale und die Touristen-Information. Auf der anderen Straßenseite breitet sich der große neue Yachthafen von Desenzano aus. Zurück auf der Piazza Malvezzi fallen ein paar schöne Palazzi auf, die an die ruhmreiche Vergangenheit als Handelsort erinnern. Desenzano war Umschlagpunkt für Getreidelieferungen aus dem Süden in Richtung Alpen. Auch heute noch ist Desenzano das wirtschaftliche Zentrum des südlichen Gardasees, mit 27 000 Einwohner sowieso die größte Stadt am See.

Hauptaugenmerk einer Stadtbesichtigung sollte auf dem Castello di Desenzano liegen. Die gut erhaltene Festung ist im Sommer auch Ort für Freilichtaufführungen des Teatro Alberti (Desenzano) und für Konzerte regionaler Künstlergruppen. Um das Jahr 1 000 soll mit dem Bau auf den Überresten einer römischen Wehranlage begonnen worden sein. Über die Jahrhunderte wurde viel verändert, in Kriegen noch mehr zerstört und so erinnern nur noch Teile der Außenmauer und der alte Turm an die ursprüngliche Gestalt. Im 19. und 20. Jahrhundert nutzte man das Castello als Kaserne, die vielen Zimmer dienten den Soldaten zum Teil. als Unterkunft. Besonders schön ist von hier oben die Aussicht auf Desenzano und den südlichen See.
1921 wurden bei Ausgrabungen bedeutende Mosaikfußböden gefunden. Man fand heraus, dass es sich um eine umfangreiche Römische Villa (Villa romana) aus dem 2. bis 3. Jahrhundert handeln muss, die einst unter Erdmassen begraben wurde. Die Außenmauern stehen heute zwar nicht mehr, trotzdem konnte man den Bau zumindest virtuell konstruieren. Zahlreiche Fundstücke, die in mehreren Räumen ausgestellt sind, unterstreichen die Größe des Bauwerks und Anwesens. Die Anlage und das Museum sind täglich von 9 bis 17.30 Uhr geöffnet. Via Crocefisso 2, westlich des Ortskerns.

Weiterhin sehenswert und bei einem Bummel durch die Stadt nicht übersehbar ist der Duomo Santa Maria Maddalena an der Piazza Duomo mitten im Ort. Der Bau der Kirche wurde Ende des 16. Jahrhunderts begonnen und ca. 25 Jahre später beendet. Der Innenraum ist mit einigen wertvollen Gemälden und Fresken versehen. In der näheren Umgebung finden sich zwei Museen mit ärchäologischen Funden (Viale Anelli, 7/g) und Erinnerungen an den Widerstand im Nationalsozialismus (Parco Risorgimento mit dem Torre die San Martino; Via Torre, 2 im Vorort San Martino). Desenzano hat Zuganbindung und ist damit für Urlaub ohne Auto besonders geeignet. Strände finden sich entlang des Ufers in nur bescheidener Ausführung in beide Richtungen, der Spiaggia d‘Oro mit einigen Freizeiteinrichtungen ist tauglich.