Sirmione

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Region Lombardei | Provinz Brescia | Einwohner 7460
Vorwahl 030 | GPS 45°29‘N 10°37‘E

Zur Gemeinde gehören: Colombare, Lugana

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten
Antiquarium delle Grotte di Catullo, Castelli e Fortificazioni, Rocca Scaligera, Chiesa di San Pietro in Mavino, Chiesa di Santa Maria Maggiore

Öffentliche Einrichtungen
Azienda di Informazione e Accoglienza Turistica – I.A.T. Sirmione Viale Marconi, 6-8. 25019 Sirmione. T + 39 030 3748721. iat.sirmione@provincia.brescia.it. www.provincia.brescia.it. Öffnungszeiten: täglich zwischen 10 und 18 Uhr. Comune di Sirmione – Rathaus (Municipio) Piazza Virgilio, 52. 25019 Sirmione. T +39 030 9909100. www.sirmionebs.it.

Die Lage, ganz vorne auf einer schmalen Halbinsel, ist spektakulär und einzigartig. Kein Wunder, dass Sirmione neben Limone, Riva, Malcesine und Lazise der beliebteste Ort am Gardasee ist. Stellen Sie sich darauf ein, dass es sehr, sehr voll wird. Nur früh am Morgen und gegen Abend, wenn die Tagestouristen mit den letzten Schiffen wieder abziehen, herrscht kontrolliertes Treiben. Die Anziehungskraft geht sicherlich vor allem von dem am Ortseingang thronendem Castello aus, das zu großen Teilen erhalten ist. Zwar befinden sich keine ‚Räume‘ in der Burg, entlang der mit Zinnen versehenen Wehrgänge erhält man aber Eindruck genug von den historischen Aufgaben, nämlich der Abwehr von Aggressoren aller Art. Der Eintritt in das von den Skaligern erbaute Kastell lohnt wegen des schönen Blicks über Teile der Stadt auf der vorderen Insel. Für Kinder ist es sowieso der reinste Spaß. Bemerkenswert ist der große befestigte Hafen innerhalb der Burg, der Platz für mehrere Kampfgaleeren geboten haben muss.

Jenseits der Festung beginnt der alte Ortsteil mit sehenswerten Plätzen, Cafés und Geschäften. Wer ein Auge für die alten Häuserfassaden hat, kann so manche architektonische Raffinesse entdecken. Nach der ersten Häuserzeile trifft man schon auf den Hauptplatz mit viel Rummel am Schiffsanleger. Nach Westen hin finden sich einige attraktive Restaurants mit Traumterrassen zum See; auf der anderen Seite gibt es einen großen Strand mit Snackbar. Rechter Hand am See taucht bald die schöne Pfarrkirche Santa Maria Maggiore aus dem 15. Jahrhundert auf. Ein Blick hinein offenbart einige sehenswerte Fresken, einen kunstvollen Marmor-Altar und die wohlklingende Orgel. Hat man sich durch die engen Gassen hindurchgezwängt, beginnt der etwas ruhigere Teil von Sirmione. Auf dem linken leicht hügeligen Areal folgen die großzügigen Privatgrundstücke, die man allerdings nur als Eigentümer oder Hotelgast betreten darf, rechts eine parkähnliche Anlage mit zahlreichen Schattenplätzen zum Ausruhen. Im ‚Wald‘ versteckt sich das 5-Sterne-Hotel der Villa Cortine, das vom Äußeren und vom Interieur her seinesgleichen sucht. Spitzenleistung durch und durch. Aber Qualität hat seinen Preis: das günstigste Zimmer in der Vorsaison kostet EUR 340. Fast schon vorne am ‚Kap‘ hat man die Wahl zwischen den Grotten des Catull und einem erfrischenden Bad im klaren Wasser des Gardasees. Bei hohen Außentemperaturen fällt den meisten Besuchern die Entscheidung nicht schwer, und ein Café oder ein kleiner Snack am See ist sowieso immer eine gute Wahl. Die Badestelle hebt sich mit ihren flachen Kalksteinplatten von anderen Stränden des Sees deutlich ab; Menschen mit empfindlichen Fußsohlen werden es genießen. Wer die Grotten (Grotte di Catullo) dennoch erkunden will, findet eine großzügige Anlage mit einer alten römischen Landhausbebauung vor, in der Catull aber nie gelebt hat. Die zum Teil sehr gut erhaltene Baustruktur erlaubt tiefe Einblicke in die römische Lebensart des 2. Jahrhunderts. Grotten findet man zwar keine, trotzdem lohnt der Eintritt, besonders in den Abendstunden. Öffnungszeiten: täglich außer Mo von 8.30 bis 19.30 Uhr (letzter Einlass 19 Uhr); Sonn- und Feiertags eine Stunde früher; Eintritt Erwachsene EUR 4, Kinder und Rentner EUR 0. Nachahmenswert!