Peschiera del Garda

Region Venetien | Provinz Verona | Einwohner 9 352
Vorwahl 045 | GPS 45°26‘N 10°41‘E

Zur Gemeinde gehören: Fornaci, San Benedetto di Lugana

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten
Palazzo dei Provveditori, Chiesa parrocchiale di San Martino, Santuario Madonna del Frassino (Franziskaner)

Öffentliche Einrichtungen
Comune di Peschiera del Garda – Municipio (Rathaus) P. le Betteloni, 3. 37019 Peschiera del Garda. T +39 045 6400600. www.comune.peschieradelgarda.vr.it. IAT Peschiera del Garda – Tourismus-Büro Piazzale Betteloni, 15. 37018 Peschiera del Garda. T +39 045 7551673. Täglich 9-19 Uhr; Di/Mi Mittagspause 13-15.30 Uhr; So nur bis 16 Uhr.

Peschiera lebt von seiner hübschen Altstadt, die äußerlich einer gut befestigten Zitadelle ähnelt. Nähert man sich dem Ort, deutet allerdings zunächst nichts auf diese pittoreske Seite Peschieras hin; über fast autobahnähnliche Straßen und vorbei an teilweise unschönen Ecken kämpft man sich zum Stadtkern. Trifft dann aber der Blick auf die Festung und die mit Wasser gefüllten Kanäle, kommt fast ein bisschen Venedig-Feeling auf. Vorne am Wasser warten die Ausflugsboote auf die Kundschaft, der See öffnet sich magisch nach Norden hin; es herrscht eine angenehme Stimmung! Einzig und allein der Durchgangsverkehr stört ein wenig, eine Sperrung im Sommer wäre wünschenswert.

Da Peschiera nicht nur ein wichtiger Wirtschaftsstandort für die Region ist, sondern bis heute vom Militär geprägt, sind ganze Ortsteile nicht zu betreten, da sie aktiver Militärstandort sind. Das von Franzosen und Österreichern zur Festung ausgebaute Areal diente lange Zeit als Rückzugsgebiet und fast uneinnehmbare Bastion gegen die Mailänder und anderen Aggressoren.

Einen Besuch wert ist aber auf jeden Fall die Altstadt, die auf einer Inselgruppe inmitten des Flussdeltas des Mincio gelegen ist, dem einzigen Fluss, der den Gardasee wieder verlässt und schließlich in den Po mündet. So durchstreift man zunächst die zentrale Insel mit ihren engen Gassen und zahlreichen kleinen Geschäften. Pizza auf die Hand, Schuhe, Taschen und anderen Krimskrams kann man hier wie am gesamten See erstehen. Schnell ist man am anderen Ende angekommen, wo rechter Hand die Ausgrabungsstätte einer alten römischen Bebauung (Arilica) ins Auge fällt. Direkt daneben steht die geschichtsträchtige Kirche San Martino Vescovo aus dem 11. Jahrhundert, die im 19. Jahrhundert nach ihrer Zerstörung wieder aufgebaut wurde. Entlang der Kaserne geht es anschließend zur Porta Brescia, von der man die Kanäle gut überblicken kann. Alternativ geht man am Kirchplatz (Piazza Ferdinando di Savoia) links hinunter zum großen Kanal mit einigen schönen Stadtansichten und einem kleinen Museum der italienischen Widerstandsbewegung (Risorgimento). Gerne besucht wird die südlich des Ortes gelegene Wallfahrtskirche Santuario Madonna del Frassino. Nach einer Marienerscheinung gebaut, entwickelte sich der heilige Ort von einer kleinen Kapelle zum heutigen Zentrum für Glaube, Kunst und Kommerz. Die Kirche selbst steht vor einem großen Parkplatz, daneben gibt es Erfrischungen und Snacks. 2010 wurde zum 500 jährigen Jubiläum ein riesiges Fest gefeiert. Infos unter www.santuariodelfrassino.it.

Ca. 12 km südlich von Peschiera befindet sich ein spektakulärer Park mit beeindruckender Pflanzenwelt. Der Parco Giardino Sigurtà ist 600 000 m² groß und bietet zahlreiche Highlights der Landschaftsarchitektur: u.a. warten die Rosenallee, das Labyrinth, eine horizontale Sonnenuhr, der Kräutergarten und Wassergärten, vom Stein der Jugend ganz zu schweigen. Planen Sie für die Besichtigung mindestens einen halben Tag ein, die Anmietung eines Golf-Caddys kann durchaus sinnvoll sein. Der Park ist täglich geöffnet, Erwachsene EUR 12, Kinder EUR 6,50. Infos unter www.sigurta.it.